Plöner PlanetenPfad

unser Sonnensystem im Maßstab 1 : 2 Milliarden am Grossen Plöner See

Sonnen-system
Plöner Himmel aktuell
Sponsoren & Förderer

Plöner PlanetenPfad e.V.

Der Plöner Nachthimmel im Februar 2012

Ist der Himmel im Moment wolkenfrei? Die Uni-Berlin gibt die Antwort in Form des aktuellen Wolkenbildes

Die aktuelle Vorhersage für die ersten 10 Tage im Februar gibt Hoffnung, ein großräumiges Hochdrucksystem ist angesagt.

Allerdings, die Luftschichtungen sind nicht stabil und damit werden sich sicherlich immer mal wieder störende Wolken vor die Sterne schieben.

Nachthimmel über den Plöner Seen am 15. Februar 2012, 21.00 h

Bildquelle: www.heavens-above.com

Sterne

Der Februar-Himmel wird durch das Wintersechseck dominiert. Beginnend mit der fast direkt über uns stehenden Kapella im Fuhrmann findet der Sternengucker rechts in halber Höhe den rötlichen Aldebaran im Stier. Mit einem kleinen Schwenk nach links und weiter nach unten findet er ohne Schwierigkeiten den hellen Rigel im unteren Orion. Von dort ist es nur ein kleiner Schritt nach links unten zum hellsten und niedrigsten Stern im Wintersechseck, dem Sirius im Großen Hund am Süd-Himmel. Von hier aus geht es wieder aufwärts zum Prokyon im Kleinen Hund und dann weiter zu Pollux und Kastor in den unverkennbaren Zwillingen. Um das Sechseck zu schließen, geht es dann noch einmal nach rechts oben zum Ausgangspunkt, der Kapella. Ist dieses Wintersechseck erst einmal identifiziert, so sind auch leicht die Plejaden im Stier aus zu machen. Auch Siebengestirn genannt täuscht es uns doch mit der Anzahl der hell funkelnden Sterne. Meistens werden nur sechs gezählt aber neun sind auch möglich. In der Teleskopansicht lässt sich dieser recht junge Sternehaufen in mehr als tausend Einzelsterne auflösen. Der Abstand zu den Plejaden beträgt etwa 380 Lichtjahre.

Planeten

Es kommt nicht oft vor: Bis auf den Neptun sind alle Planeten am Nachthimmel im Februar zu sehen. Die Venus macht den Anfang und ist als heller Abendstern am Westhimmel bis nach 21h zu finden. Mit der versinkenden Venus kommt im Osten der Mars empor. In ebenso einem Wechsel geht der Jupiter vor Mitternacht unter und geht der Saturn auf. Jupiter ist damit der Planet der ersten Nachthälfte am Süd/West-Himmel und entsprechend strahlt der Saturn nach Mitternacht am Ost/Süd-Himmel. Damit nicht genug: Ende des Monats taucht Merkur kurz vor 19h auf und kann für etwa eine halbe Stunde am Horizont des West-Süd-Westhimmel beobachtet werden. Bleiben noch Uranus und Neptun. Letzter ist unbeobachtbar, da er von uns aus gesehen zu nahe an der Sonne steht. Uranus hingegen trifft am 9. Februar die Venus und damit haben wir die Möglichkeit, ihn im Fernglas zu identifizieren.

Satelliten

Die International Space Station (ISS) ist Anfang Februar von Plön aus regelmässig am Morgenhimmel zu sehen. Bitte informieren Sie sich über die konkreten Zeiten unter www.heavens-above.com, als Position können Sie 54.16°N, 10.42°E (Marktplatz Plön) eingeben.

Envisat - der grösste in Europa gebaute Erdbeobachtungssatellit - ist regelmässig für einige Minuten als 'bewegter Stern' in der Größenordnung 5 mag am Abendhimmel zu sehen. Genaueres ist wiederum unter www.heavens-above.com zu erfahren, als Position können Sie 54.16°N, 10.42°E (Marktplatz Plön) eingeben.

Iridium Blitze - vielleicht das überraschenste und sicherlich auch eines der häufigsten Schauspiele am frühen Abend- oder Morgenhimmel und selbst am Tage. Die Solargeneratoren der niedrigfliegenden Iridiumsatelliten spiegeln die Sonne regelmässig auf die Erdoberfläche und erzeugen damit kurze Lichtblitze. Diese sind gut zu beobachten, allerdings aufgrund der kurzen Dauer dieser Blitze (Sekunden) sollten Sie vorweg wissen, wann und wohin Sie schauen müssen, dieses ist unter www.heavens-above.com zu erfahren. Ihre (genaue) Beobachterposition kann am einfachsten über die Option `select from map` eingegeben werden (Koordinaten siehe unter ISS).

 

Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel
Merkur Venus Erde Mars Jupiter Saturn Uranus Neptun